Antrag:
Der Stadtrat unterstützt die Forderungen der LGBTI-Community, verstärkt für deren Sichtbarkeit zu sorgen und öffentliche Zeichen für Akzeptanz zu setzen.
Dazu sollen die folgenden Aktionen umgesetzt werden:

Die Stadtspitze prüft in einem Gespräch mit der Würzburger Straßenbahn GmbH das Anbringen von witterungsbeständigen Regenbogen-Fähnchen auf den Straßenbahnen und setzt sich dafür ein, dass diese im Juni 2021 angebracht werden.
An zwei zentralen Punkten in der Fußgängerzone werden feste farbliche Markierungen in den Farben des Regenbogens auf die Straße angebracht: Hofstraße und Eichhornstraße. Hierbei handelt es sich explizit nicht um Markierungen auf Zebrastreifen, um die Verkehrssicherheit nicht zu beeinflussen, um dies zu verdeutlichen, können sie längs über die Straße angelegt werden.
Die Stadtverwaltung nimmt die Veranstaltungen rund um den Christopher Street Day in Würzburg in den Veranstaltungskalender auf der Website der Stadt auf.
Anlässlich des Pride-Monats Juni, in dem weltweit auf die Belange der LGBT-Community aufmerksam gemacht wird, beteiligt sich die Stadt Würzburg an einer öffentlichen Aktion, um für mehr Sichtbarkeit zu sorgen und um ein Zeichen für Akzeptanz zu setzen.

Begründung:
Auch in Würzburg leben zahlreiche Schwule, Lesben, Bisexuelle, trans und intersexuelle Menschen, die sich der LGBT-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual) zugehörig fühlen. Gleichzeitig ist diese Personengruppe auch 2020 noch viel zu oft Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Eine jüngst durchgeführte Studie der Hochschule Landshut und der Grünen Landtagsfraktion hat ergeben, dass fast jede:r zweite Befragte Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts erlebt habe. Am häufigsten kommt diese Diskriminierung dabei im öffentlichen Raum vor, darauf folgend im ÖPNV und in Geschäften bzw. Einkaufszentren.
Gerade für junge LGBTI-Personen ist Sichtbarkeit enorm wichtig, um sowohl die Selbstakzeptanz zu fördern, als auch um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie genauso viel wert sind wie jeder andere Mensch.
Insbesondere während der Corona-Pandemie leidet die Sichtbarkeit immens, da die alljährlichen Pride-Veranstaltungen entweder komplett abgesagt werden müssen oder nur in reduziertem Umfang stattfinden können. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, aktiv Stellung zu beziehen und ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.

Ergebnis:
Der Antrag wurde mit den Stimmen der LINKEN, SPD, ZfW, Barbara Meyer und Teilen der CSU-Fraktion angenommen.